FAQs

Manche Fragen tauchen immer wieder auf. Hier haben wir für Sie die Antworten auf häufig gestellten Fragen zur WebEPA+ beantwortet. Ihre Frage ist nicht dabei? Oder wünschen Sie weitere Informationen? Dann sind wir natürlich auch gerne telefonisch oder per E-Mail für Sie da!

 
 

Für wen ist die WebEPA+ gedacht?

Generell ist der Einsatz der WebEPAfür alle medizinischen Fachbereiche in der Klinik sowie zur Anbindung von niedergelassenen Arztpraxen vorgesehen (Haus- und Fachärzte, Medizinische Versorgungszentren).

Folgende Patienten können derzeit eingebunden werden:

  • Sowohl gesetzlich- als auch privatversicherte Patienten

  • Sowohl elektive Patienten als auch Notfallpatienten
  • Bei Notfällen wird nach Aufnahme und bei stabilem Zustand im Rahmen des Behandlungsvertrages über die WebEPA+ informiert und zur Einwilligung gebeten. Besonders Notfallpatienten profitieren von der WebEPA+, da Sie auf eine schnelle weiterführende Behandlung angewiesen sind und hierfür Hausarzt sowie weitere Behandler frühzeitig informiert und in die Behandlung und weitere Versorgung einbezogen werden können.

Wie kann eine Arztpraxis oder Klinik am WebEPA+ Service teilnehmen?

  • Generell muss eine Arztpraxis oder Klinik als Allianzpartner mittels Allianzvertrag der Teilnahme explizit zustimmen, um im System aufgenommen zu werden und den WebEPA+ Service nutzen zu können.

  • Arztpraxen mit einer AIS-Lösungen der CompuGroup Medical können über das CGM Portal einen Wunsch zur Akkreditierung am WebEPA+ Service kundtun und darüber Ihre Teilnahme initiieren.

  • Arztpraxen ohne CGM-Lösung müssen zur Teilnahmen den direkten Kontakt (bevorzugt per Telefon) zur Klinik suchen.

  • Die konkrete Aufnahme und damit verbundene Freischaltung erfolgt stets über die Klinik. Hierfür nimmt der Interessent Kontakt mit der Klinik, stimmt die zugehörigen administrativen und technischen Voraussetzungen ab und lässt sich in das WebEPA+ System eintragen.

Welche Voraussetzungen muss die Arztpraxis oder Klinik technisch erfüllen?

  • Grundvoraussetzung zur Anbindung ist ein herkömmlicher Internetanschluss und gängigen Sicherheitsmechanismen (u.a. Firewall, Virenschutz) zur Absicherung des lokalen IT-Systems.

  • Arztpraxen mit einer AIS-Lösungen der CompuGroup Medical (CGM) können sich direkt über ihr AIS an die WebEPA+ anbinden. Dies erfolgt unproblematisch über die Serviceplattform CGM JESAJANET, die ein fester Bestandteil der der WebEPA+ ist. Mittels vorhandener Tiefenintegration erfolgt der Portalaufruf und somit Zugang zur WebEPA+ direkt aus dem vorhandenen AIS-System heraus. Die Lösung bietet zusätzlich diverse Referenz- und Komfortfunktionen an. Eine zusätzliche Installation weitere Software ist nicht notwendig!

  • Arztpraxen ohne CGM-Lösung können auf den WebEPA+ Service über den zugehörigen IHE-Assistenten zugreifen. Dieser wird als lokaler Druckertreiber installiert. Um Daten aus dem AIS an die Klinik zu versenden, startet die Arztpraxis den „Drucken“-Dialog und wählt WebEPA+ als Drucker aus. Über ein weiteres Dialogfenster erfolgt die weitere Bearbeitung. Zum Abruf der Daten von WebEPA+ muss die Arztpraxis auf das WebEPA+ Portal (www.webepaplus.de) zugreifen.

Wie erfolgt die Verknüpfung mit ähnlichen webbasierten Patientenakten anderer Einrichtungen?

  • Alle Kliniken sind prinzipiell mit ihrem KIS in die WebEPA+ integrierbar. Hierfür unterstützt die WebEPA+ gängige Schnittstellen, ist IHE-konform und kann HL7-Nachrichten verarbeiten. Somit können Einrichtungen mit anderen Systemen den IHE Assistent verwenden, um Dokumente an die WebEPA+ zu übertragen oder HL7-Nachrichten übermitteln.

  • Die RKA versteht sich als Vorreiter der Vernetzung und strebt eine effiziente sektorenübergreifende Zusammenarbeit an. Diverse Arztpraxisinformationssysteme und Krankenhausinformationssysteme werden bei Bedarf angebunden, so dass jede Arztpraxis und Klinik sein lokales Primärsystem weiterhin nutzen kann und die WebEPA+ als Vermittlungsplattform/ Hintergrundsystem zur Zusammenführung verteilter Daten nutzt.

  • Für die Anbindung der elektronischen Gesundheitskarte wurden entsprechende Maßnahmen in Vorarbeiten konzipiert. Im Falle der Einführung der Telematikplattform und der Heilberufsausweise ist eine entsprechende Integration langfristig angedacht.

Wie erfolgt das elektronische Einwilligungsmanagement?

  • Für die Einwilligung ist der Patient über die WebEPA+ Zielsetzung und Funktionsweise aufzuklären und um eine Unterschrift auf der Einwilligungserklärung zu bitten. Hierfür liegen Broschüren, Datenschutzerklärung und Einverständniserklärung bereit.
  • Mit erfolgreicher Bestätigung der Einwilligung überprüft die WebEPA+, ob zum Patienten schon Einträge (zu früheren, anderen Behandlungsfällen) vorliegen. Hier erfolgt eine Ähnlichkeitssuche, um auch bei unterschiedlicher Schreibweise oder geänderten Adressdaten dennoch Treffer zu erzielen.

Was ist, wenn ein Patient nicht einwilligen möchte, Bedenkzeit wünscht oder aufgrund knapper Ressourcen nicht aufgeklärt werden kann?

  • Möchte ein Patient nicht einwilligen, so ist dies sein gutes Recht und hat keinerlei Nachteile zur Folge. Es ist seine freie Entscheidung den WebEPA+ Service in Anspruch zu nehmen.

  • Eine nachträgliche Einwilligung ist immer möglich, so dass stets Bedenkzeit gegeben werden kann und somit auch Ressourcenengpässe unproblematisch sind.

  • Es gilt anzumerken, dass jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Einwilligung (Aktivierung im KIS) alle von da an erzeugten und relevanten Daten des Behandlungsfalles zur Übertragung in die WebEPA+ berücksichtigt werden können.

Wie erfolgt die Information/Bereitstellung von Unterlagen zur WebEPA+ für Patienten, Artpraxen und Kliniken?

  • Elektive Patienten erhalten die WebEPA+ Unterlagen (Broschüre für Patienten, Einverständniserklärung, Datenschutzerklärung) mit den Einbestellunterlagen. Zusätzlich können sich Patienten und Angehörige im Wartebereich über den Infobildschirm und den ausgelegten Broschüren informieren sowie offene Fragen im Dialog mit den Ansprechpartnern (Patientenservice, Datenschutzbeauftragter) klären.

  • Arztpraxen erhalten die Unterlagen (Broschüre für Ärzte, Allianzvertrag, Anschreiben der Klinik) mit den Entlassungsunterlagen. Für weitere Fragen stehen die hinterlegten Ansprechpartner (Verwaltung, lokale Projektleitung, Datenschutzbeauftragter) zur Verfügung.

  • Auf der Webseite zur WebEPA+ sind alle Informationen und Unterlagen für Ärzte und Patienten ebenfalls online zugänglich.